Leseprobe

Noch musst du dich leider mit den ersten beiden Kapiteln begnügen. Das Cover sowie das Veröffentlichungsdatum geben wir später bekannt. Die Einordnung in unser Programm gibt dir aber bereits eine Richtung, wie lange du in etwa warten musst. (nicht lange)


Atlanta Predators: James & Ana

Tessa Jones


 

Kapitel 1

 

James

 

„Du wirfst wie ein Mädchen!“, rief Rick unmittelbar nach meinem verpatzten Dreier.

 

Ich stöhnte. „Du kannst mich mal, Alter.“ Sofort startete ich einen Überraschungsangriff auf meinen besten Freund. Weil ich es nicht schaffte, Rick den Ball abzunehmen, tänzelte er damit vergnügt zum Korb und machte einen Dunking. Was für ein Mistkerl! Das fette Grinsen in seinem Gesicht war nicht zu übersehen. „Was hat Ella bloß mit dir gemacht?“, rief ich ihm zu.

 

Wie fast immer, waren wir die letzten beiden in der Halle. Der Rest der Mannschaft war direkt nach dem Training abgehauen. Es war Freitagabend. Normalerweise wäre ich der Erste unter der Dusche gewesen und säße jetzt mit einem Bier und einer Frau im Arm in irgendeinem angesehenen Club, doch dem war nicht mehr so. Seit einigen Wochen hatte es für mich den Reiz verloren. Das Feuer war weg. Verschwunden. Keine Ahnung, wohin.

 

„Das willst du gar nicht wissen!“, antwortete Rick und ich glaubte ihm sofort, als ich sein süffisantes Lächeln bemerkte. Es war wahrscheinlich besser, wenn ich nicht nachfragte.

 

„Schon gut!“ Resigniert gab ich auf, bevor Rick mir erneut unter die Nase reiben konnte, wie glücklich er mit Ella war. Das war ohnehin nicht zu übersehen. Und davon abgesehen, gönnte ich es ihm von ganzem Herzen.

 

„Was ist, Kleiner, sollen wir für heute Schluss machen? Du scheinst dich irgendwie nicht so richtig konzentrieren zu können.“

 

Es fuchste mich, dass er mich ständig Kleiner nannte, wobei er der Einzige war, der das überhaupt durfte. Immerhin waren wir die besten Freunde und das schon seit Ewigkeiten. Rick war ein paar Jahre älter als ich und hatte sich, sobald er mein Potenzial erkannt hatte, für mich stark gemacht. Von jenem Tag an war er wie der große Bruder, den ich nie hatte. Er hatte mich zu den Atlanta Predators geholt und darüber war ich ihm unendlich dankbar. Dank ihm spielte ich auf der Position des Point Guards, direkt neben dem wahrscheinlich berühmtesten Shooting Guard in ganz Atlanta. Unwillkürlich musste ich lächeln. Berühmt war vielleicht etwas übertrieben, aber berüchtigt war Rick Colby auf jeden Fall.

 

„Du bist unverbesserlich“, murmelte ich, wissend, dass er Recht hatte. Ich war nicht bei der Sache.

 

„Geht es wieder um Ana?“, fragte Rick vorsichtig. Damit traf er natürlich voll ins Schwarze. Seine blauen Augen musterten mich argwöhnisch.

 

„Ja“, gab ich mürrisch zu. Es ging immer um Ana. Schon seit Wochen. Seit unserer ersten Begegnung im Krankenhaus.

 

„Scheiße, die Kleine hat es dir wirklich angetan, oder?“

 

„Du hast sie doch gesehen, oder?“

 

„Allerdings“, pflichtete er mir bei. „Eine tolle Frau. Ella schwärmt heute noch von ihr. Sie hat wohl eine unglaublich beruhigende Art an sich und ist sehr angesehen im Krankenhaus.“

 

Das glaubte ich gern. Ana war die Krankenschwester, die sich nach ihrer Schussverletzung um Ella gekümmert hatte. Die erste Begegnung mit ihr war extrem gewesen, wie eine Naturgewalt! Nie zuvor war ich einer solch schönen Frau begegnet. Sie hatte lange, rote Haare und die strahlendsten grünen Augen, die ich jemals gesehen hatte. Die Erinnerung daran, speziell der Moment, als sie mich hatte abblitzen lassen, sorgte immer noch für Gänsehaut bei mir. Sie kam gerade aus Ellas Zimmer und lief direkt in mich hinein.

 

 

 

„Nicht so eilig, junge Frau“, murmelte ich unmittelbar nach unserem Zusammenprall und genoss den kurzen Augenblick, in dem ich sie in meinen Armen hielt.

 

„Sie können mich jetzt wieder loslassen“, erwiderte sie schroff.

 

„Ich könnte, ja, aber ich möchte nicht!“, flirtete ich, woraufhin ihre Iriden mich gefährlich anblitzten.

 

„Das war keine Bitte!“

 

Ihr Temperament gefiel mir, jedoch spürte ich auch ihre Nervosität und Verärgerung und ließ sie entsprechend ihrer Forderung unverzüglich los. Sie machte rasch einen Schritt zurück, um etwas Abstand von mir zu gewinnen. Wenigstens lief sie nicht sofort weg, das wertete ich durchaus als positiv und nahm es als Anreiz, fortzufahren. „Sie haben tolle Augen. Hat Ihnen das schon mal jemand gesagt?“

 

Ihr war immer noch sichtlich unwohl, das war mir klar. Außerdem konnte ich sehen, wie ihre Pupillen sich weiteten und ihre Haut zornige rote Flecken bekam. Ihr Atem beschleunigte sich, was ich ohne Zweifel auf unseren kurzen Körperkontakt zurückführte. Das gefiel mir.

 

„Allerdings! Viel zu oft, wenn ich ehrlich bin, Mr. Morrison.“

 

Obwohl sie wusste, wer ich war, schien ihr das völlig egal zu sein. Zudem war sie eindeutig auf Konfrontationskurs, doch sie blieb höflich. Das rechnete ich ihr hoch an.

 

„Ich muss jetzt wieder an die Arbeit“, leitete sie die Verabschiedung ein.

 

„Schade“, rief ich sofort, da ich nicht wollte, dass sie schon ging. Ihr Körper signalisierte mir mehr als deutlich, dass da etwas zwischen uns war. „Wenn es nach mir ginge, würde ich mich gerne noch länger mit Ihnen unterhalten, Ana.“ Glücklicherweise hatte ich noch rechtzeitig das Namensschild entdeckt. Ob Ana wohl eine Abkürzung für irgendetwas war?

 

„Das “ Sie räusperte sich und setzte neu an. „Das halte ich für keine gute Idee!“

 

„Nun …“ Ich lachte und freute mich, dass sie meinetwegen so rot wurde. Jetzt hatte ihr Gesicht beinahe dieselbe Farbe wie ihr feuriges, rotes Haar. „So fangen doch oft die besten Geschichten an, oder etwa nicht? Ich würde Sie gern zum Essen einladen. Vielleicht morgen Abend?“

 

Während ich sprach, ließ ich meine Stimme absichtlich ein wenig rau klingen, denn das gefiel den Frauen. Zumindest bisher!

 

„Danke für das überaus freundliche Angebot, aber Nein. Auf gar keinen Fall!“

 

Bitte was?! Ehe ich mich versah, rauschte Ana an mir vorbei. Völlig verdutzt blieb ich zurück und warf einen letzten Blick auf ihre entzückende Kehrseite.

 

 

 

In diesem Moment hatte es Klick gemacht. Ich war hin und weg von ihr und spürte instinktiv, dass unter dieser rauen Oberfläche ein Vulkan brodelte, den ich gern zum Ausbruch bringen wollte. Allerdings wusste ich nicht, wie ich das anstellen sollte. Bisher hatte ich noch nie einen Korb bekommen, das war völlig ungewohntes Gefilde.

 

„Vielleicht solltest du noch mal mit ihr reden?“, warf Rick auf dem Weg in die Duschen ein.

 

„Wozu denn?“ Ich hatte keine Lust auf eine Wiederholung, zumal ich ihre erste Abfuhr noch nicht richtig verdaut hatte. „Sie hat ihren Standpunkt unmissverständlich klar gemacht.“

 

„Na und?“ Plötzlich fing Rick an zu lachen. Ich wusste nicht, was so lustig daran war, und sah meinen Freund recht verständnislos an, während wir unsere Trainingsklamotten auszogen. Daraufhin wurde sein Lachen nur noch lauter. „Du bist echt unglaublich!“ Rick schüttelte den Kopf.

 

„Das höre ich öfters“, gab ich zynisch zurück.

 

„Okay, Ana hat dich abblitzen lassen, aber vielleicht nur, weil sie ein völlig falsches Bild von dir hat. Sie kennt dich doch gar nicht, deshalb glaubt sie vermutlich alles, was die Zeitungen so über James Morrison schreiben. Und dabei kommst du nicht so wirklich gut weg.“

 

„Also, was die Frauenwelt angeht, sehe ich das anders!“

 

„Du und deine Eroberungen!“, feixte Rick, „da macht dir keiner was vor. Das stimmt, aber Ana wirkt auf mich nicht wie eine Frau, die Lust auf ein Abenteuer hat. Sie will mehr!“

 

„Wie kommst du darauf?“ Ich konnte nicht verhindern, dass meine Stimme ein klein wenig panisch klang. Hatte Rick eventuell nähere Informationen über sie?

 

„Also, wenn mich die Sache mit Ella eines gelehrt hat, dann, dass Frauen mehr von uns wollen als nur Sex! Zumindest diejenigen, die auch an uns und unserer Person interessiert sind und nicht nur an unserem Ruhm und Geld.“ Rick zog gekonnt die Augenbraue hoch, denn er wusste, dass es meistens so war. „Es ist egal, wie viel Geld du hast! Die Frau, die sich nicht dafür interessiert, ist die Richtige. Und Ana scheint so eine Frau zu sein. Sie steht nicht auf den Playboy James Morrison, der jedes Wochenende eine andere flach legt. Dein schickes Haus und Auto wird sie vermutlich ebenso wenig beeindrucken, wie es Ella in meinem Fall getan hat.“

 

„Mhm“, sinnierte ich und rümpfte die Nase. Es bestand durchaus die Chance, dass Rick Recht hatte.

 

Sobald wir unter die Dusche traten und mir das heiße Wasser über den Rücken lief, schloss ich die Augen. Trotzdem sah ich sofort wieder Ana vor mir. Wie konnte ausgerechnet mir so etwas Blödes passieren? Ich hatte mich noch nie Hals über Kopf in eine Frau verguckt. Und noch viel weniger hatte ich jemals eine Abfuhr erhalten. An meinem Körper konnte es nicht liegen, denn genau wie Rick konnte ich mit einem mehr als durchtrainiertem Body glänzen. Selbst mein Schwanz war mindestens genauso groß, wie der meines besten Freundes, aber wer würde da schon vergleichen?

 

Zudem war an seinen Worten vermutlich mehr dran, als mir lieb war. Ich war wirklich ein Idiot, wenn ich ernsthaft glaubte, dass eine Frau wie Ana bloß auf Äußerlichkeiten achtete.

 

Sobald ich angezogen war, rubbelte ich mir nur kurz die Haare trocken. Die Frauen mochten es, wenn es ein wenig zerzaust aussah, genau wie sie auf meinen leichten Bartschatten abfuhren. Rick hatte Recht behalten. Es ließ mich tatsächlich ein bisschen älter und verwegener wirken.

 

„Kommst du noch mit auf ein Bier?“, fragte ich ihn, während wir Richtung Autos marschierten.

 

„Heute nicht“, antwortete er, wobei mir sein Zögern nicht entgangen war.

 

„Wieso? Was ist los? Hast du noch etwas mit Ella vor?“

 

„So kann man es auch sagen“, murmelte er und lächelte dabei verschmitzt. O Mann! Rick war unersättlich. Genau wie ich. Allein der Gedanke an meine heiße Krankenschwester, ließ mich schon wieder hart werden. „Kommst du klar?“

 

„Natürlich!“, antwortete ich empört, obwohl ich längst wusste, dass mein bester Freund es nur gut meinte. Ich brauchte schleunigst einen Plan B für heute Abend. In mir hatte sich eine Menge Frust angestaut, der dringend heraus musste. Vielleicht sollte ich Sam fragen. Mit ihr auszugehen machte Spaß, war locker, ungezwungen und endete meistens mit einem ordentlichen Kater. Worauf also warten? Es genügte eine kurze SMS, und schon war der Abend gerettet.

 

„Stell keine Dummheiten an!“, entgegnete Rick gut gelaunt und boxte mich leicht in die Rippen.

 

„Versprochen“, rief ich ihm lachend hinterher und sah zu, wie er in seinen schicken Mercedes einstieg, losfuhr und um die Ecke bog.

 

Früher war er nur Coupés gefahren, doch mittlerweile war er umgestiegen auf Limousinen. Nicht mehr lange, und Rick fuhr einen Kombi. Aufziehen würde ich ihn auf jeden Fall damit, aber verstehen könnte ich es. Er hatte immerhin eine Familie. Obwohl ich generell nichts für diese kleinen Hosenscheißer übrig hatte, wurde ich bei seiner Tochter Claire immer schwach. Sie hatte alle im Griff, ganz besonders ihren Daddy.

 

Was mich automatisch und unmittelbar wieder zurück zu Ana brachte. Ohne es zu wissen, hatte sie meine Eier fest im Griff. Ich würde garantiert noch nicht aufgeben. So viel stand fest. Selbst, wenn sie mir einen Korb gegeben und ich ihre Worte auch klar und deutlich verstanden hatte, so hatte ihr Körper, meiner Meinung nach, eine völlig andere Sprache gesprochen. Sie war leicht rot geworden, ein wenig verlegen und vor allem nervös in meiner Gegenwart. Und je näher ich ihr gekommen war, desto unruhiger und kurzatmiger wurde sie. Ana konnte es noch so sehr leugnen, da war etwas zwischen uns. Keine Ahnung was, aber gespürt hatten wir es beide.

 

Doch fürs Erste hatte ich lange genug in Erinnerungen geschwelgt, deswegen checkte ich kurz mein Handy. Alles klar, Sam war bereit und wartete auf mich. Ich brauchte dringend ein wenig Ablenkung, also warf ich die Sporttasche in meinen Porsche, sprang beschwingt hinters Steuer und düste los.

 

Samantha war eine meiner engsten Freundinnen. Na gut, manchmal war sie sogar mehr als das. Sie fungierte auch schon mal als meine Begleitung in der Öffentlichkeit. Doch niemals, wirklich niemals, hatten wir Sex miteinander. Das lag keinesfalls an ihrem Aussehen, denn sie war eine Göttin. Leibhaftig! Aber meine Gefühle für sie kamen denen eines großen Bruders am nächsten.

 

Sam stand bereits draußen vor ihrer Wohnung und wartete auf mich. Sie sah echt scharf aus. Sobald sie einstieg, musterte ich sie anerkennend und zog eine Augenbraue hoch. Ihr Outfit war ein schwarzes Minikleid. Es war ärmellos, der Rock leicht ausgestellt und komplett rückenfrei. Der Ausschnitt war tief und betonte wunderbar ihre Brüste, trotzdem gab er nicht zu viel preis, da das gesamte Dekolleté von einer durchsichtigen Spitze überzogen war. Zusammen mit ihren langen, dunklen Haaren, ihren herrlichen, braunen Augen und ihren sinnlichen, vollen Lippen, sah sie wieder einmal zum Anbeißen aus. Die Männer würden mich beneiden.

 

Sam lotste mich zu irgendeinem neuen, angesagten Club, obwohl sie genau wusste, dass ich im Moment nicht viel dafür übrig hatte. „Warte es ab!“, entgegnete sie direkt, sobald sie mein zerknirschtes Gesicht sah. „Es wird dir gefallen.“

 

Dass sie dabei so merkwürdig lächelte, entging mir nicht, ich schob es jedoch auf ihre gute Laune. Sie hatte bestimmt vor, heute Abend jemanden aufzureißen und ich fungierte als ihr Wingman. Wie immer.

 

Na gut! Ich ließ mich auf das Abenteuer ein, zumal ich ohnehin nichts Besseres mehr vorhatte. Dass wir an der langen Schlange vor dem Nachtclub einfach vorbei gehen konnten, kam mir sehr gelegen. Die Türsteher erkannten mich sofort. Einer der wenigen Vorteile, wenn man so berühmt war.

 

Sam lächelte verschmitzt und entblößte ihre schneeweißen Zähne. Ich hatte keinen Zweifel, dass sie auch ohne mich hinein gekommen wäre, nur so ging es natürlich wesentlich schneller. Im Club war es brechend voll und wahnsinnig laut, doch glücklicherweise gab es mehrere Räume, in die man sich zurückziehen konnte und wo die Musik tatsächlich ein bisschen gedämpfter schien.

 

Warum auch immer sie ausgerechnet den Raum mit der Karaoke-Anlage wählte, war mir absolut schleierhaft. Ich wäre am liebsten im Erdboden versunken, sobald ich bemerkte, wo ich hineingeraten war. Hier waren etliche Frauengruppen versammelt, und sangen lautstark zu Achtziger Jahre Musik mit. Was sollte der Mist? Sofort bedachte ich Sam mit einem wütenden Blick, bis ihre dunklen Augen mich schelmisch funkelnd dazu anhielten, auf die Bühne zu schauen.

 

Ich hatte keinen blassen Schimmer, was sie von mir wollte, bis meine Welt plötzlich aus den Fugen geriet. Wie war das nur möglich? Ich hatte gerade aufgehört, an sie zu denken, als sie wie aus heiterem Himmel und leibhaftig vor mir stand. Sofort blickte ich wieder zu Sam, aber sie zuckte einfach nur mit den Schultern, drehte sich um, und verschwand im Getümmel. Was für ein Luder! Das war doch Absicht. Nur woher zum Teufel wusste sie, dass ich hier ausgerechnet die Frau treffen würde, die mir einen Korb gegeben hatte?

 

Ich hatte immer noch keine Ahnung, wie mir geschah, als die ersten Frauen mich erkannten und sich auf mich stürzten. Shit, daran hatte ich nicht gedacht. Natürlich versuchte ich, nett und höflich zu bleiben, aber meine Gedanken kreisten immerzu um Ana, die ich keine Sekunde aus den Augen ließ. Gott, was sah sie scharf aus!

 

Früher hätte mir diese Situation gefallen und ich hätte bereits wild drauf los geflirtet, doch jetzt empfand ich es als störend, so viele Frauen, um mich herum zu haben. Ich wollte einfach nur zu ihr. Sobald das Lied zu Ende war und Ana die Bühne verließ, bemerkte sie den Tumult. Es dauerte einen Moment, bis sie mich erkannte und panisch um sich blickend die Flucht ergreifen wollte. War das ihr Ernst? Ich bat alle Frauen höflich um Entschuldigung und kämpfte mir einen Weg durch die kreischende Masse.

 

Natürlich hatte ich nicht vergessen, dass Ana mir einen Korb gegeben hatte, aber ich war noch nicht bereit, dies zu akzeptieren. Vielleicht hatte Rick ja Recht. Sie kannte den wahren James überhaupt nicht. Was, wenn er ihr doch gefiel? Die Möglichkeit bestand durchaus, demnach musste ich schnellstens dafür sorgen, dass ich eine Chance bekam, mich ihr vorzustellen. Selbst, wenn ich die erste Schlacht verloren hatte, der Krieg war noch lange nicht vorbei! Mein Kampfgeist war geweckt. Ich war es gewohnt, zu bekommen, was ich wollte, und nun wollte ich sie.

 

Allerdings musste ich schmunzeln, als mir bewusst wurde, dass ich einer Frau hinterherjagte, von der ich gerade mal zwei Dinge wusste. Na gut, vielleicht drei. Ana war von Beruf Krankenschwester und hatte anscheinend Spaß an Karaoke. Ansonsten hatte ich bisher nur herausgefunden, welchen wunderschönen Namen sie trug, und dass er mich bis in meine Träume verfolgte … Anastasia Read.

 

 

 

Kapitel 2

 

Ana

 

 

 

 

 

Was für ein Tag! Ich war fix und fertig. Die letzten zehn Stunden waren extrem. So viele Notfälle hatten wir schon lange nicht mehr gehabt. Noch dazu hatte es heute einen Unfall mit einem vollbesetzten Schulbus gegeben. Der größte Teil der Kinder war zu uns, ins Atlanta Medical Center, gebracht worden.

 

Davon abgesehen, dass alle unter Schock standen, viele leicht verletzt waren, gab es glücklicherweise nur zwei Kinder, die wirklich schwer verletzt wurden. Mittlerweile waren sie jedoch außer Lebensgefahr.

 

Das Krankenhaus wimmelte den ganzen Tag nur so von panischen und weinenden Eltern und ich musste mehrfach selbst gegen meine Tränen ankämpfen. Die Art und Weise, wie sie sich gegenseitig halfen und unterstützten, berührte mich. Generell ging mir der Unfall sehr nahe, viel zu nahe. Aber dem war immer so, wenn Kinder involviert waren. Als Mutter war es der schlimmste Albtraum.

 

„Gehst du noch mit auf einen Drink, Ana?“

 

Hilfe. Ich hatte Sara gar nicht in den Umkleideraum kommen hören. Genau wie ich hatte sie soeben ihre Schicht beendet. „Nein, danke. Ich bin nach dem Tag echt platt.“

 

„Das glaube ich dir aufs Wort.“ Sara seufzte, machte aber nicht den Eindruck, als würde sie schon aufgeben. „Du bist noch nie mitgekommen, Ana. Ich weiß ja, dass du gern für dich bist …“ Mit ihren blauen Augen sah sie mich ein wenig traurig an. „… allerdings musst du auch mal unter Leute. Gerade nach so einem schlimmen Tag wie heute. Komm doch mit!“, flehte sie und schlüpfte direkt in ein knappes Partyoutfit. Ihr leicht unschuldiger Blick dabei ließ mich lächeln. Sara hatte schon so oft versucht, mich zu überreden.

 

Ich stöhnte. „Du gibst wohl nie auf, oder?“ Auf Partys hatte ich absolut keine Lust mehr. Dafür fühlte ich mich irgendwie zu alt. Vielleicht war es aber auch dem Umstand geschuldet, dass ich einen harten Job hatte und alleinerziehende Mutter war. Matthew würde es nicht gutheißen, wenn ich ihn noch länger allein ließe. Wobei er bei meinen Eltern unglaublich verwöhnt wurde. „Ich kann nicht, ich muss Matthew abholen“, gab ich bekümmert zu, denn das entsprach der Wahrheit.

 

„Och schade!“ Sara seufzte theatralisch, wusste allerdings, dass ich sie nicht anlog. Immerhin war sie eine der wenigen, die überhaupt Kenntnis von meinem Sohn hatte. Ich hielt es für schlauer, nicht jedem gleich alles zu erzählen. Ein Kind machte vieles schwieriger, und ich hatte Angst, dass meine Kollegen mich womöglich anders behandelten, wenn sie von ihm erfuhren. „Wir sind heute Abend alle hier“, flüsterte Sara zum Abschied und reichte mir einen Flyer von einem neuen Club im Herzen Atlantas.

 

Als sie den Umkleideraum verließ, sah ich ihr hinterher. Ihr frecher Bobschnitt stand ihr wirklich gut. Ich warf einen kurzen Blick auf den Zettel in meiner Hand und schmunzelte amüsiert. Techno, Dance, Charts, ja sogar Karaoke versprach der Inhaber. Nicht schlecht! Da bekam ich tatsächlich beinahe Lust.

 

 Als ich eine halbe Stunde später bei meinen Eltern ankam, war es draußen schon dunkel. Ich hatte gar nicht bemerkt, wie die Zeit heute verflogen war.

 

„Mom!“, rief Matthew fröhlich, sobald er mich sah, und stürzte sich auf mich. Über seine Begrüßung freute ich mich riesig und drückte ihn herzlich an mich. Ganz fest.

 

Es tat so gut, ihn zu halten, zu spüren und zu riechen. Mit einem Mal war die Welt wieder in Ordnung. Ich küsste ihn sanft auf den Kopf und gab ihn frei, damit er wieder ins Wohnzimmer zu meinem Vater rennen konnte.

 

„Harter Tag?“, fragte meine Mutter ohne Umschweife und musterte mich kritisch. Ihr war natürlich nicht entgangen, wie fest ich Matthew an mich gepresst hatte.

 

„Ja.“ Mit einem Seufzen ließ ich mich mit ihr am Küchentisch nieder. Sie reichte mir augenblicklich einen Kaffee, wofür ich ihr wirklich dankbar war. „Ich habe heute den neuen Dienstplan erhalten“, fiel mir wieder ein. Schnell griff ich in meine Handtasche und suchte den Zettel mit meinen Schichten für die kommende Woche. Statt des Plans erwischte ich allerdings den Flyer von Sara, woraufhin meine Mom leicht schmunzelte.

 

„Ein neuer Club?“, fragte sie überrascht.

 

„Ja.“ Ich stöhnte, verdrehte aber sogleich die Augen, denn ich wusste haargenau, was jetzt folgen würde.

 

„Das klingt nach Spaß. Wieso gehst du nicht hin, mein Schatz?“ Meine Mutter zögerte nicht mit ihrem Angriff, sie legte direkt los.

 

„Weil ich arbeiten muss, Mom.“ Hastig kramte ich weiter in meiner Tasche und fand zum Glück noch den Zettel mit den Dienstzeiten.

 

„Aber doch nicht jetzt“, warf sie energisch ein. „Deine Freundin Sara hat dich bestimmt wieder gefragt, oder?“

 

Ach du liebe Güte! Wieso erzählte ich ihr bloß alles? Momente wie diesen hatte es schon zuhauf gegeben, aber ich lernte einfach nicht dazu. Unwillkürlich musste ich schmunzeln.

 

„Ja, hat sie.“

 

„Dann geht doch hin, Anastasia! Du hast es dir verdient!“

 

Natürlich, jetzt mischte sich mein Dad ebenfalls noch in unsere Unterhaltung ein. Vielen Dank auch!

 

Ich bedachte ihn mit einem strafenden Blick. „Aber Matthew, ich möchte …“

 

„Mach dir keinen Kopf“, murmelte meine Mutter und tätschelte mir die Wange. „Er ist hier gut aufgehoben und kann gern bei uns schlafen. Vielleicht tut es dir mal ganz gut, einen Abend unter Leute zu gehen. Du kannst nicht nur arbeiten und dich den Rest der Zeit mit Matthew verkriechen.“

 

Ich musste mir arg auf die Zunge beißen, um nichts Falsches zu sagen, zumal ich wusste, dass meine Eltern Recht hatten und es nur gut meinten. Das Ausgehen hatte ich längst aufgegeben. Zuerst durfte ich irgendwann nicht mehr, kurze Zeit später wollte ich dann nicht mehr, und jetzt war der Zug längst abgefahren, oder?

 

„Ach Schatz“, murmelte meine Mutter und sah mich mit feuchten Augen an. „Du hast es verdient, glücklich zu sein!“ Mit einem kleinen Seitenblick auf ihren achtjährigen Enkelsohn fügte sie hinzu: „Ihr beide!“

 

Damit hatte sie nicht völlig Unrecht. Wenn ich an die letzten zehn Jahre meines Lebens dachte, gab es nicht viel Gutes darin. Eigentlich gar nichts, bis auf Matthew.

 

Vielleicht sollte ich dem Ganzen eine Chance geben. Ich besprach noch schnell den Dienstplan mit meinen Eltern und verabschiedete mich dann von meinem Sohn. Natürlich war er begeistert von der Idee, die Nacht bei seinen Großeltern zu verbringen. Das war vergleichbar mit einem All Inclusive Urlaub. Anschließend fuhr ich heim in meine Wohnung, die nicht weit entfernt lag. Nur so war es mir möglich, die Arbeit und den Alltag mit Kind unter einen Hut zu bekommen.

 

Dort angekommen schrieb ich Sara per SMS, dass ich noch kommen würde, aber zuerst musste ich mir etwas anderes anziehen. Meine Jeans war nicht gerade ausgehtauglich und einen Minirock oder ähnlich Knappes besaß ich nicht. Nicht mehr. Doch ich hatte noch eine enge, schwarze Lederhose, die meine langen Beine hervorragend betonte und sich zudem wie eine zweite Haut an meinen Hintern schmiegte. Dazu ein schickes, rotes Top und dunkle Ballerinas. Fertig! Hohe Schuhe suchte man bei mir vergeblich, da ich aufgrund meiner Körpergröße von einem Meter fünfundsiebzig keine benötigte. Ich setzte auf dezentes Make-up und Lipgloss.

 

Sara freute sich riesig, ihre Antwort kam prompt. Sie erwartete mich direkt am Eingang des Clubs und plauderte gerade mit einem der Türsteher, als ich kurze Zeit später dort eintraf. Meine Freundin sah echt hübsch aus. Nicht, dass sie ansonsten schlecht aussah, mit ihren blonden Haaren und dem frechen Bobschnitt, doch heute Abend hatte sie ihre blauen Augen ein wenig mit Lidschatten betont und dazu noch knallrote Lippen. Das war ungewohnt, aber sexy! Ich machte ihr sofort Komplimente, weil ich fand, dass sie es verdient hatte.

 

Sekunden später zwinkerte sie dem Türsteher, einem Kleiderschrank von Mann, kess zu und zog mich ins Getümmel. Gott, was war das für ein Lärm. Als sie mir den ersten Drink in die Hand drückte, widersprach ich nicht, sondern lief ihr hinterher und trank, ohne zu fragen.

 

Ich nahm mir ein Beispiel an den Worten meiner Eltern und versuchte, wenigstens für einen Abend mal meine Vergangenheit ruhen zu lassen. Heute würde ich keinen Gedanken an irgendwelche Männer verschwenden, die glaubten, sie könnten mit mir machen, was sie wollten. Ich war frei und unabhängig und genau das feierten wir auch.

 

Sara und ich waren nicht die einzigen Krankenschwestern hier. Ich erkannte noch einige andere Kolleginnen und begrüßte sie freundlich. Sie schienen alle ganz aus dem Häuschen, mich zu sehen und nahmen mich überaus bereitwillig in ihrer Mitte auf. Das hieß allerdings auch jede Menge Alkohol! Darauf war ich nicht vorbereitet.

 

Als Sara mich irgendwann in einen Raum mit Karaoke-Musik zog, war mein erster Gedanke, dass jetzt die Pferde mit ihr durchgingen. Doch einen Cocktail später, fand ich es gar nicht mehr sooo schlimm. Und nach dem nächsten Mojito war ich dann ebenfalls am Start. Die Anlage spielte Girls just want to have fun. Ich versuchte mein Glück und grölte lautstark mit.

 

Es war schrecklich, aber irgendwie auch toll. Vor allem machte es viel mehr Spaß als erwartet. Vor zwei Stunden hätte ich nie im Leben von mir gedacht, dass ich an diesem Abend noch ausgehen, geschweige denn Karaoke singen würde, und jetzt hatte ich den Spaß meines Lebens!

 

Die Mädels waren klasse, allen voran Sara. Sie hatte durchaus ein wenig Talent und war die Einzige, die nicht vollkommen schief sang. Als das nächste Lied angespielt wurde, war ich tatsächlich ein bisschen traurig. Doch durch den kleinen Tumult, der plötzlich ausbrach und wegen des vielen aufgeregten und hysterischen Gekreisches, war ich schnell abgelenkt.

 

Ich fragte mich gerade, was los war, als ich die Blicke auf meiner Haut spürte. Es dauerte einen Moment, bis ich realisierte, woher das Gefühl kam, und vor allem, wessen dunkle Augen mich dermaßen in den Bann zogen, dass ich schlagartig die Nachwehen meines letzten Cocktails fühlte.

 

Das war doch wohl ein schlechter Scherz! Sofort kam ich ins Schwanken und traute meinen Augen nicht. Das war nicht möglich, oder? Ich schluckte schwer, aber es half nichts. Diese Augen, dieses Gesicht und das verschmitzte Lächeln, hätte ich überall wiedererkannt. James Morrison, Point Guard der Atlanta Predators, und wahrscheinlich größter Weiberheld der Nation, war hier! Völlig ungläubig starrte ich ihn an. Vermutlich fiel mir auch die Kinnlade herunter, genau konnte ich es nicht mehr sagen. Ich wusste nur eines, und zwar, dass ich schleunigst hier wegmusste, denn die Art und Weise wie er mich ansah, war definitiv nicht jugendfrei! Mein Instinkt riet mir zur Flucht und meine Beine setzten sich automatisch in Bewegung.

 

Zumindest die ersten Meter schaffte ich ohne Schwierigkeiten. Doch sobald ich den kleinen Raum verließ, wurde ich von der Lautstärke und den unzähligen, blinkenden Lichtern erschlagen. Ich hatte vergessen, wie laut es hier im Club war. Die Musik war gut, aber ohrenbetäubend. Diejenigen, die versuchten, miteinander zu reden, mussten sich förmlich anschreien, um die Worte des anderen zu verstehen.

 

Die vielen verschiedenen Farben und Lichteffekte machten mich wahnsinnig, in einem Moment war ich fast blind, und im Nächsten wurde es blitzartig so hell, dass ich die Augen zusammen kneifen musste. Noch ein Grund mehr, warum ich so selten ausging.

 

Diese Menschenmassen und das ganze Drumherum waren einfach nichts mehr für mich. Vielleicht lag es auch am Alkohol? So oder so beschloss ich, den Abend besser zu beenden. Es hatte mir Spaß gemacht, das musste ich zugeben, doch James hier zu treffen, machte mir mehr aus, als ich mir eingestehen wollte.

 

Ich hatte ihm vor einigen Wochen klar und deutlich zu verstehen gegeben, dass ich nicht an ihm interessiert war. Die Medien machten kein Geheimnis aus seinen Ambitionen, der größte Frauenheld ganz Atlantas zu sein. Sportler eben, sinnierte ich und schüttelte abfällig den Kopf. So unwiderstehlich war er nun auch wieder nicht!

 

Sobald ich es nach draußen geschafft hatte, sog ich die kühle Nachtluft tief ein und atmete langsam aus. Das tat unendlich gut. Ich spürte den Alkohol jetzt zwar mehr denn je, aber noch war ich Herrin meiner Sinne, und das sollte auch so bleiben.

 

„Ana!“, hörte ich plötzlich jemanden hinter mir rufen, ignorierte es aber gekonnt. Erst, als ich plötzlich eine Hand auf meiner Schulter spürte, blieb ich wie angewurzelt stehen. Großer Gott!

 

Wütend fuhr ich herum und blaffte ihn an. „Spinnst du, du hast mich zu Tode erschreckt!“ Es kam viel härter rüber, als beabsichtigt. Unfassbar, dass er eine solche Wirkung auf mich hatte.

 

„Entschuldige bitte“, erwiderte James ruhig und lächelte wieder dieses unglaubliche Womanizer-Lächeln. „Das wollte ich nicht!“

 

„Schon klar“, gab ich bissig zurück, spürte aber sogleich, dass der Alkohol beziehungsweise die ungewohnt hohe Menge, die ich getrunken hatte, mich immer benommener werden ließ. Ich musste dringend nach Hause.

 

„Ist alles in Ordnung?“, fragte James und machte einen Schritt auf mich zu.

 

Dieser ungehobelte Mistkerl. „Ja“, stöhnte ich, wobei meine Beine mir nicht mehr vollständig gehorchten. Die Unebenheiten des Pflasters vor dem Club forderten ihren Tribut.

 

James hatte derart schnelle Reflexe, dass ich gleichzeitig überrascht und erschrocken war, als er mich am Arm packte und davor bewahrte, über meine eigenen Beine zu stolpern. Wie peinlich …

 

Die Art, wie er mich dabei ansah, machte mich allerdings fuchsteufelswild. So überheblich! Das hätte jedem passieren können, redete ich mir ein und funkelte ihn böse an.

 

„Danke, es geht schon!“ Wie unhöflich ich klang, spürte ich selbst, und das ärgerte mich am meisten. Normalerweise war ich nicht so. Ich wurde nie laut, zickig oder frech. Das war so ganz und gar nicht meine Art. „Es tut mir leid“, gab ich ehrlich zu, „es ist eigentlich nicht meine Art …“

 

„Schon gut“, unterbrach mich James sanft, griff um meine Taille und schob mich weiter nach vorn Richtung Hauptstraße.

 

Verflucht! Was zum Teufel hatte er vor? Und warum wurde mir plötzlich so warm? Noch bevor ich etwas sagen konnte, hob er die Hand und rief nach einem Taxi. Es dauerte nur einen kurzen Moment, da hielt bereits eines neben uns an.

 

„Danke“, flüsterte ich verlegen, mit einem vorsichtigen Blick in sein Gesicht. Damit hatte ich nicht gerechnet. Wirklich nicht. James Morrison war ein großer, attraktiver Mann, mit breiten Schultern und starken Armen. Davon hatte ich mich gerade selbst, wenn auch nicht unbedingt freiwillig, überzeugt, doch die Gentlemanallüren, die er nun an den Tag legte, überraschten mich tatsächlich.

 

Seine dunklen Augen musterten mich amüsiert und machten mich ein wenig nervös. Zudem roch er unverschämt gut, ganz genau so wie bei unserer ersten Begegnung.

 

Noch bevor ich ins Taxi stieg und mich verabschiedete, wusste ich, dass mir dieser Mann gefährlich werden konnte … und schuld daran war nicht der Alkohol.